Ohne Bäume kein Leben
           Bäume spenden Leben.   Bäume zu schützen ist Bürgerpflicht!

Straßenausbau in Falkensee - einige Beispiele


Der Ausbau der Anliegerstraßen  bewegt weiterhin die Gemüter der Falkenseer Bürger, Stadtväter  und Bürgerinitiativen. In 2013 wurden 15 Straßen- bzw. Straßenabschnitte ausgebaut, für 2014 erhöht sich die Zahl der auszubauenden Anliegerstraßen auf 20. Das sind ehrgeizige Projekte, ob diese auch immer erforderlich sind...?  Anfang 2015 wurden wieder kleine Wäldchen gerodet  (zuvor als Bauland verkauft ?!) und Straßenbäume wegen des anstehenden Straßenausbaus gefällt...

Nach dem Masterplan der Stadt Falkensee soll der Ausbau aller Straßen in Falkensee 2022 abgeschlossen sein - ein ehrgeiziges Ziel mit 90% der Kosten zu Lasten der Bürger...

In 2020 beginnt der Ausbau folgender Straßen: Eberswalder, Freienwalder, Liebenwalder, Prenzlauer, Rheinsberger- und Templiner Straße, Heidelberger Straße, Tübinger Straße...vermutlich werden auch nicht alle Bäume in diesen Straßen erhalten bleiben...


 Oftmals fragt man sich, ob die Natur in unserer so viel gepriesenen grünen Stadt überhaupt noch eine Rolle spielt...  Jeder Bürger hat dafür Verständnis, wenn aus Sicherheitsgründen Bäume gefällt werden müssen, aber nicht jeder gefällte Baum ist krank und gefährdet die Sicherheit der Bürger.  

 Immer wieder setzt sich die Baumschutzgruppe Finkenkrug dafür ein, den Baumbestand weitestgehend zu erhalten.  Über die "Baumstatistik" wird auch in der  Stadtverordnetenversammlung diskutiert sowie über Auflagen zur Nachpflanzung auf privaten Grundstücken.  Für die Nachpflanzung hat man zwei Jahre Zeit, manchmal auch länger... Sind Nachpflanzungen im städtischen Bereich durch bedingte Baumfällungen nicht möglich, wird auch außerhalb der Stadt Falkensee nachgepflanzt.

In der Regionalzeitung "Märkische Allgemeine Zeitung"  erschien aktuell ein Artikel, der die Baumstatistik auf den "Punkt"  und hoffentlich alle Verantwortlichen an einen Tisch bringt/gebracht hat... 

Der Ausbau der Anliegerstraßen, so scheint es, wird mit aller Macht vorangetrieben - egal was es kostet - der Bürger bezahlt, muss bezahlen!!  Wird über Alternativen nachgedacht?  "Normgerechter Ausbau"  wird den Bürgern übergestülpt.  Der Masterplan zum Straßenausbau wird durchgesetzt, umgesetzt und in 2022 abgeschlossen. Auf 15.000 - 20.000 € muss sich der Anlieger wohl einrichten...in einigen Fällen auch mehr...

Unterschriftensammlungen, Beratungen mit SVV-Mitgliedern, Übergabe einer gebundenen Mappe mit Unterschriften, Hinweisen und Vorstellungen der Anlieger zum Straßenausbau an Bauamt der Stadt - nichts hat geholfen, die Straße wird standardmäßig ausgebaut, obwohl immer wieder betont wird, die Anlieger in die Entscheidungen einzubeziehen. 

Fragt man die Bürger...

...ob sie einen Luxusausbau ihrer Anliegerstraße mit Kosten zwischen 10 und 28 Tausend EURO wünschen... ? NEIN

 ob die Straße auch bezahlbar ist? NEIN

 Der Anlieger wird in vielen Fällen zum Schuldner, denn nicht jeder kann innerhalb von 2 Jahren die hohen Kosten plus Zinsen stemmen.  Wer verdient am Luxusstraßenausbau?????



Auszug aus der Baumschutzsatzung der Stadt Falkensee - diese Satzung wird seit einiger Zeit diskutiert.            

Eine Baumschutzverordnung soll her... aber wann?? 

Falkensee diskutiert gerne - wir schreiben inzwischen das  Jahr 2020 !!!



Politiker fordern einen sinnvollen Umgang mit der Natur auch beim Straßenausbau und auch bei Baumaßnahmen auf privaten Grundstücken. Hält man sich in Falkensee daran? Oder erteilt man Ausnahmegenehmigungen für "Häuslebauer"  ???  


Anita Tack,  verkehrspolitische Sprecherin, sagte 2008 : 

„Wem es ernst sei mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz, der muss  Prioritäten setzen. Im Zuge von Straßenbauarbeiten wird nicht ausreichend geprüft, wie die vitalen Bäume erhalten werden können. 

Erhalt aber geht vor Fällung !“

Udo Appenzeller(SPD, Falkensee) forderte 2007: 

Straßenbaunormen besser mit den ökologischen Geboten unserer Zeit zu vereinbaren.




 Ausbau  Kantstraße

Es ist fraglich, ob die Bäume diese Art der "Behandlung" überstehen. Nur Bretterschutz am Stamm schützt den Wurzelbereich nicht. Zwischen Anliegergrundstücks-Zaun und Baum sind bereits tiefe Grabungen zu sehen, die m.E. Wurzeln beschädigt haben...



 

 Ausbau Kantstraße (hier Richtung Falkenhagener See) Aus verlässlicher Quelle ist mir bekannt, dass sich die Anwohner für den Erhalt der Bäume eingesetzt haben... Fällungen wurden durchgesetzt...



Im sogenannten Dichterviertel in Falkensee, idyllisch gelegen in der Nähe des Falkenhagener Sees, sollen im  Zusammenhang mit dem geplanten  Anliegerstraßenausbau 2014 bis zu Beginn der Vegetationsperiode 40 Bäume (Linden, Robinien, Birken) gefällt werden.

Die Bürger sind beunruhigt und gehen auf die Straße. Mit  grünen Schildern an  rot-weißen Bändern wurden die Bäume markiert, die aus Sicht der Bürger und der Baumschutzgruppe sowie der Lokalen Agenda und dem Bündnis90/Die Grünen erhaltenswert sind. Von der Demo der Bürger am Sonntag möchte ich hier aus Personenschutzgründen keine Fotos zeigen. Die regionale Presse hat ausführlich darüber am 6.2.2014 berichtet.


Bilder: Herderallee

Kies für die Einfahrten zu den Grundstücken. 

Viele Bäume konnten erhalten werden, die Straße wurde angehoben, höher gelegt, um die Baumwurzeln zu schützen und die Standfestigkeit der Bäume nicht zu gefährden...



Diese Straßen wurden in 2013 ausgebaut  

mit weitestgehendem Baumerhalt, alles sieht sehr ordentlich aus und macht einen friedlichen Eindruck...  dieser täuscht,  denn die Autos rasen mit "Volldampf" durch - Einwohner beschweren sich über den erhöhten Lärmpegel... Ja, hat man das vorher nicht gewusst? 

 Meisenstraße mit teilweisen Nachpflanzungen und dem roten Angebotsstreifen, der aber nicht mehr gebaut wird

Zeisigstraße mit noch altem Baumbestand

Wilhelm-Busch-Str. mit Verschwenkung für Baumerhalt - diese Verschwenkung wird von Kraftfahrern kritisiert...  

 Finkenweg mit noch teilweise altem Baumbestand und Nachpflanzungen 

 



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