Ohne Bäume kein Leben
            Bäume spenden Leben. Bäume zu schützen ist Bürgerpflicht!

 

 14. April 2018 - Pflege im Kinderstadtwald - 

     Zauneidechsen - 

                                    Aktuelles von der Pflanzfläche

 

 

Anlässlich des "Tag des Baumes", der weltweit am 25. April begangen wird, lädt die Baumschutzgruppe Finkenkrug alle Naturfreunde zur Pflege und auch zur Nachpflanzung im Kinderstadtwald Falkensee ein.

 

Wann:  14. April 2018 um 11,00 Uhr

Wo: Treffpunkt an der Schranke Essener Straße Ecke Duisburger Straße

 

(I.K.)

klick auf das Bild, die Einlaldung ist als PDF-Datei hinterlegt

 

Aus "Google-Sicht" Essener Straße/Duisburger Straße - BMX-Anlage - L20 Richtung Potsdam (unten)

  Die mit Nr. 2 gekennzeichnete Fläche kann von uns weiterhin genutzt werden. Auf der Fläche Nr. 1 ist es uns nach Informationen der Stadt nicht mehr erlaubt, Pflanzungen vorzunehmen. Diese Fläche soll aufgeforstet werden....!!!   Auf der Fläche Nr. 3 soll das Hallenbad gebaut werden... (Die Kennzeichnungen der Fläche sind von mir per Hand eingezeichnet, Prinzipzeichnung) Die Genehmigung zum Pflanzen von Bäumen auf den Flächen wurde jedes mal beim Grünflächenamt eingeholt.

 

Einige Impressionen von der Pflanzfläche im März 2018

südliche Seite mit Ahorn, Pfaffenhütchen, Walnuss, Kiefer, Hainbuche... bepflanzt, Männe befestigt Schutzhüllen

Blick auf die südliche Pflanzfläche - hier hat uns die Stadt/Grünflächenamt weiterhin Pflanzungen genehmigt

 Blick auf die nördliche Seite (rechts oben) -  hier stehen noch einige wenige in 2014 gepflanzte Esskastanien

 Pflanzen und Pflegen

der Tag beginnt mit Regenschauern - ob unsere jungen Klimabotschafter kommen werden...? Aber gegen elf Uhr kommt die Sonne durch, der Regen hat seine Pflicht getan - die Natur ist dankbar und viele Naturfreunde treffen am  Kinderstadtwald ein... "bewaffnet" mit Spaten, Eimer, Wasserflaschen und  50 jungen Bäumchen.

 


Frau G., Leiterin der Baumschutzgruppe Finkenkrug, begrüßt die Gäste und freut sich, dass trotz des anfänglichen Regens einige Kinder mit Ihren Eltern gekommen sind.

Dr. G. Leiter der Forstschule, erklärt wo und wie die Bäumchen zu pflanzen sind.


Einen "Kinderstadtwald-Kuchen" gab´s auch, Getränke, Kaffee, Brötchen, Süßigkeiten - für jeden etwas...

Vertreter der Bürgerinitiative "BISF" waren auch zugegen und die Presse (MAZ) hat fleißig fotografiert...

Vertreter der Baumschutzgruppe Schönwalde haben wieder Bäumchen spendiert, gepflanzt, gegossen und Erde transportiert. (Danke)

Jedes Bäumchen hat eine Schutzhülle erhalten, alte defekte Hüllen wurden erneuert (Danke an Fr. G.)

Das Grünflächenamt hat einen m³ Mutterboden anfahren lassen, den wir auf alle Bäumchen verteilt haben. Der Wassertrank an der BMX-Anlage war auch gefüllt, somit haben unsere neuen Bäumchen nicht nur "Kraftfutter", sondern auch genügend Wasser erhalten. Danke an Frau Neitzel vom Grünflächenamt der Stadt Falkensee


Groß und Klein schleppen die Eimer bzw. Töpfe mit Pflanzerde zu den Bäumchen - die Kinder haben einen Gießrand um die Bäumchen gelegt, ganz nach Anleitung, und fleißig gegossen. Jedes Bäumchen wurde begutachtet. Über jeden noch  so kleinen Austrieb haben wir uns gefreut. 

Großes Versprechen: Wenn die Tage wärmer werden und Regen ausbleibt, wollen wir wieder gießen... mit Wasser aus dem Tank.


 demnächst wollen wir die noch bestehenden Bäume zählen.  Es müssten ca. 200 Bäumchen auf beiden Seiten des Mittelweges vorhanden sein. Hier ist die Pflanzfläche zu sehen, auf welcher wir künftig weitere Aktivitäten durchführen können - so das Grünflächenamt Falkensee.

Die Seite mit den Esskastanien darf von uns nicht weiter bepflanzt werden, diese Fläche soll aufgeforstet werden.

Uns war gar nicht bewusst, dass wir die  gegenüberliegende Seite illegal mit Esskastanien (Nov. 2014) bepflanzt hätten - aber es ist eben so....die Information erhielten wir in 2017.

Dank der gütigen Einigung mit der Stadt werden wir weiterhin unseren Kinderstadtwald auf der uns zugewiesenen Pflanzfläche hegen und pflegen... Im Herbst (Oktober/November 2018) sind wir  wieder  zur Stelle...

 Zauneidechsen am Kinderstadtwald

etwas fragwürdig schauten wir uns an, als wir unweit der Pflanzfläche mit den Esskastanien eine weiße Tuch-Umzäunung sahen - natürlich war die Neugierde groß - mit dem Fotoapparat erkundeten wir (BISF und ich) das Gelände....

Was ist hier geschehen ???

Nach unseren Erkenntnissen und  einigen Insiderinformationen hätte man Zauneidechsen auf der Fläche des künftigen Hallenbades gesichtet. Diese Tierchen stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Zauneidechsen besiedeln gerne Grenzstrukturen, die Eier legen sie im Sand ab. Lebensraum Reitgras. Reitgras ist biologisch nicht interessant, für die Zauneidechsen ist es Lebensraum.  Veränderungen des Landschaftsbildes durch steigenden Flächenverbrauch und intensive Nutzung der Landwirtschaft drängen die Zauneidechsen kontinuierlich zurück.

Das hat wohl auch unsere Stadtverwaltung erkannt und fix die Fläche umgepflügt ohne vorher nach den eventuellen Zauneidechsen zu schauen. Mit schwerem Geräte wurde die Fläche bearbeitet und vermutlich dabei die Tiere, die sich bei Kälte ins Erdreich, unter Bäumen, verkriechen, platt gebaggert!

Erst danach wurde der weiße Zaun um das Gelände gelegt, in der Hoffnung, dass vielleicht noch einige Zauneidechsen überlebt haben und hier einen neuen Lebensraum finden...

Zauneidechsen sind wechselwarme Tiere. Im Reitgras halten sie sich gerne auf. Das  abgestorbene Gras bildet kleine Polster auf denen sich die Tiere sonnen. Bei Kälte kriechen sie in ihren unterirdischen Bau.

der weiße Zaun ist nach Meinung von NABU-Spezialisten nicht fachgerecht aufgestellt...

warum wurde das Erdreich maschinell aufgewühlt...??

hoffentlich werden die Birken nicht abgeholzt...

auf diesem Gestrüpp wird sich wohl keine Zauneidechse sonnen....

 

 lieblos vorbereiteter Lebensraum für Zauneidechsen? NEIN!!

Inzwischen habe ich erfahren, dass die oben abgebildete Fläche eine Umsiedlungsfläche für die Zauneidechsen ist. Es wurde Totholz ausgelegt und durch leichtes Umgraben des Oberbodens ein bissel Struktur erzeugt sowie Winterquartiere für die Zauneidechsen geschaffen. Den Zaun setzt man, damit die Tiere nicht ausbüchsen. Aus der  vorigen Umsetzung gibt es bereits eine Ausgleichsfläche, die sich mit der neuen Fläche vernetzten wird. Im Winter kann dann der Zaun entfernt werden. (Diese Info (leicht gekürzt) habe von der BISF erhalten, der Name ist mir bekannt)

 

 

Aktuelles von der Pflanzfläche

Foto 27.5.2018

die langanhaltende Trockenheit im Mai haben unsere Bäumchen bis jetzt gut überstanden. Ein freundlicher Nachbar hat uns an einigen Tagen Wasser gespendet (per Gartenschlauch).

Herzlichen Dank

Unsere "Chefin" und Gruppenmitglieder sind auch mehrmals hingefahren und haben gegossen, mit Wasser aus dem Tank. Die Feuerwehr hat den Tank an der BMX-Anlage gefüllt. Auch hier allen Beteiligten ein großes  DANKESCHÖN

 

 

Hainbuche, Foto 27.5.2018

 die Bäumchen wachsen - ein erfreulicher Anblick...

...weniger erfreulich sind die an verschiedenen Stellen auf der Pflanzfläche eingeschlagenen Pflöcke  - was bedeutet das?

Unsere Nachfrage beim Grünflächenamt ist noch nicht beantwortet... Sind das vorbereitende Hallenbadbau-Aktivitäten?? Angeblich sollen hier Grundwassermessungen durchgeführt worden sein...??

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Anmerkung: Infolge der neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO), die ab 25. Mai 2018 gilt, habe ich einige Personen-Bilder gelöscht.